Gemeinschaft großgeschrieben
In den letzten Wochen haben mich die Funktionärsschulungen durch unser Land geführt. Dabei habe ich viele unserer Mitglieder und Funktionäre kennenlernen dürfen. Begeistert hat mich vor allem die Einsatzbereitschaft und Begeisterung der neugewählten Funktionäre. Diese Schulungsabende haben mir aufs Neue klar gemacht, in welch großer, bunter und aufregender Jugendorganisation wir arbeiten. Am wichtigsten finde ich dabei, dass in unseren Reihen Gemeinschaft großgeschrieben wird. Jeder kann
dabeisein, mitmachen und sich einbringen – mitdenken, mitreden, mittun. Die TJB/LJ ist eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, tolle Kameradschaft, ja sogar für manche ein gewisser Halt im Leben.
In letzter Zeit wird mir immer mehr klar, wie froh ich bin, als Jugendlicher da gelandet zu sein, wo ich heute bin. Meiner Meinung war ich in der TJB/LJ stets gut aufgehoben. Ich bin im Alter von 15 Jahren eingetreten und habe meinen Platz in dieser gewaltigen Gemeinschaft gefunden. Ich hatte die richtigen Freunde, die mich auch ab und zu, wenn es Mal notwendig war, auf die richtigen Wege führten. Gewissermaßen hat mich unsere Jugendorganisation in meinen Jugendjahren miterzogen und aus mir den Menschen gemacht, der ich heute bin.
Warum ich darüber nachdenke? Vor einigen Tagen habe ich von einem traurigen Schicksal eines jungen Menschen erfahren, den ich zu Schulzeiten kannte. Dieser junge Mann wuchs genau wie ich in einem kleinen Dorf auf, wo jeder jeden kennt. Seine Interessen waren jedoch ganz andere als jene seiner Gleichaltrigen in seiner Heimatgemeinde. So zog es ihn in etwas größere Ballungszentren, in eine andere Gegend zu anderen Leuten und seinem eigenen Freundeskreis. Manche befürchten, es waren die falschen Freunde. Er nahm sich im Alter von 23 Jahren das Leben.
Was die Gründe dafür waren, wird wahrscheinlich niemand mehr so richtig erfahren. War es die Gesellschaft, in der er verkehrte? Hatte er niemanden zum Reden, niemand, der ihm Halt gab? Vielleicht waren es auch ganz andere Gründe, die ihn zu dieser Tat trieben. Wir wissen alle, dass tragische Schicksale auch junge Menschen einholen. Das kann niemand ändern.
Wir, als größte Jugendorganisation im Land, haben jedoch die Chance, jungen Menschen ein sinnvolles Freizeitprogramm zu bieten und sie in die Gesellschaft einzubinden. Wir haben die Chance, ihnen den Halt zu geben, den ein Jugendlicher manchmal braucht. Und diese Chance sollte jeder Jugendliche in unserem Land bekommen, der sich für unsere Organisation interessiert. Das ist unser Auftrag als Jungbauernschaft/Landjugend.
