Denk nach – Liebe Grüße von den Tiroler Bauern
Jungbauernschaft/Landjugend fordert mit Transparentaktion zum Nachdenken auf
Ein einfacher Slogan steht auf übergroßen Transparenten der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend: „Denk nach". An 100 Plätzen im ganzen Land will man auf die wichtigen Leistungen der Landwirtschaft hinweisen. „Ein Tirol ohne Landwirtschaft wird es nicht geben. Die flächendeckende Bewirtschaftung unserer Wiesen und Almen ist eigentlich ein Auftrag für die gesamte Gesellschaft", erklärt das Führungsduo der größten Jugendorganisation in Tirol, Kathrin Kaltenhauser und Martin Zürcher.
Für die beiden Jugendvertreter ist die Landschaftspflege lediglich das sichtbare Zeichen. „Tirol ist ein starkes Tourismusland. Dafür braucht es aber auch eine funktionierende Landwirtschaft. Wir stellen so zu sagen gratis allen Gästen und allen Einheimischen eine wunderschöne Landschaft zur Verfügung", verweist Landesjungbauernobmann Martin Zürcher auf die Arbeit der bäuerlichen Familien in Tirol. Aber Landwirtschaft heißt mehr.
Wertvoller Beitrag für alle im Land
„Die damit verbundene Schutzfunktion, zum Beispiel vor Vermurungen ist nicht zu vergessen. Ganz abgesehen davon, dass die Bäuerinnen und Bauern frische und qualitativ hochwertige Lebensmittel produzieren", ergänzt Landesleiterin Kathrin Kaltenhauser, die selbst einen Hof in Strass im Zillertal bewirtschaftet. Sie ist überzeugt, dass gerade in Krisenzeiten Produkthoheit und Ernährungssicherheit wichtig sind. „Das geht dann alle etwas an", meint Jungbauer Zürcher und verweist auch auf die regionale Wertschöpfung, die die Arbeitsplätze in der Region sichert. Jeder fünfte Arbeitsplatz hängt Studien zufolge direkt oder indirekt mit einer funktionierenden Landwirtschaft zusammen.
Es geht uns alle an
„Genau darauf wollen wir mit unseren Transparenten hinweisen. Wir steuern auf eine ungewisse Zukunft hin. Die öffentlichen Haushalte sind in der Krise und damit auch die Ausgleichszahlungen für unsere Betriebe im benachteiligten Gebiet. Gleichzeitig gehen die Produktpreise zurück und machen ein positives Wirtschaften am Hof immer schwieriger", führen die beiden Vertreter der Jungbauernschaft/Landjugend aus. Eine besondere Stellung haben laut den beiden Jungbauern die Konsumentinnen und Konsumenten. „Ihre Kaufentscheidung für ein regionales Produkt sichert ihn Wahrheit auch einen landwirtschaftlichen Betrieb mit all den verbundenen Leistungen für die Gesamtgesellschaft", meint Kathrin Kaltenhauser. „Wir müssen es schaffen, auch den nächsten Generationen ein Leben mit und vor allem von der Landwirtschaft zu ermöglichen. Wenn jeder einzelne seinen Beitrag dazu leistet und geeignete Rahmenbedingungen zur Verfügung stehen, ist dies auf jeden Fall machbar", ist Martin Zürcher überzeugt.
Gegen falsche Entwicklungen ...

