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Milchkrise: Lichtblick Regionalität
12-03-09

LK-Präsident Hechenberger appelliert an Konsumenten, heimische Qualität zu kaufen






Die Milchkrise trifft die Tiroler Bauern mit voller Wucht. Dessen ist sich Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Hechenberger bewusst. „Es braucht ein Bündel an Maßnahmen, um die Milchproduktion im Berggebiet abzusichern. Kurzfristig können vor allem die Konsumenten helfen, indem sie bei Milch und Milchprodukten zu heimischer Qualität greifen. Die Regionalität ist im Moment der einzige Lichtblick für die Milchbauern“, setzt der Bauernbund-Spitzenkandidat für die Landwirtschaftskammerwahl auf Konsumpatriotismus.

Wenn jetzt die ersten Milchkühe auf der Schlachtbank landen, sei das der Anfang einer, für das gesamte Land gefährlichen Entwicklung. „Der Kampf um die Milchwirtschaft ist auch ein Kampf für die Sicherung der flächendeckenden Bewirtschaftung und die Aufrechterhaltung der Almwirtschaft“, erklärt der Landwirtschaftskammer-Präsident. „Es geht nicht nur um einige Cent Milchpreis. Es geht um die Erhaltung unseres Lebensraums.“

 

Das Einkaufsverhalten der Tirolerinnen und Tiroler ist ein sehr wichtiger, aber nicht der einzige Faktor der Überlebensstrategie für die Milchwirtschaft. Die bäuerlichen Interessenvertreter werden weiterhin mit aller Kraft für ein  Mengensteuerungssystem in der Milchproduktion kämpfen. Grund für den Preisverfall bei der Milch ist neben der gesunkenen Nachfrage die Überproduktion. „Wir werden von Billigmilch aus den Gunstlagen Europas überschwemmt“, so Hechenberger. Zwar würden vereinzelt auch heimische Bauern überliefern. Auf den europäischen Milchmarkt habe das aber überhaupt keine Auswirkung. „Was wir jetzt erleben, ist ein Vorgeschmack auf den Fall der Produktionsbeschränkung im Jahr 2015.“

 

Anlass zur Hoffnung gibt auch das konsequente Bemühen der Berggebiete, eine Allianz zu schmieden und von der EU eine eigene Berggebietspolitik einzufordern. Ende des Monats findet ein Treffen der Berggebiete mit Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel statt. Inhalt ist eine eigene Förderschiene für das Berggebiet. „Das ist auch insofern sensationell, als dass das Berggebiet in Brüssel erstmals als Verhandlungspartner wahrgenommen wird“, will Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Hechenberger nicht nur schwarz malen.

Unser Ziel: Neue Akzente im Bezirk setzen
11-03-09

Erfolgreiche Frühjahrskonferenz des Bezirkes Reutte






Zu einem Marathonprogramm lud die Außerferner Jungbauernschaft/Landjugend ihre Funktionäre ein. Die Teilnehmer erwartete ein intensiver Nachmittag von 13 bis 19.30 Uhr! Doch die Stimmung war gut und die Motivation zur Mitarbeit vorhanden.

"Uns war bewußt, dass die lange Dauer abschreckend wirkt. Dass doch so viele gekommen sind, freut uns natürlich und zeugt von eurem Interesse im Bezirk etwas zu bewegen", begrüßten Bezirksobmann Markus Gerber und Bezirksleiterin Sabine Friedl. Ebenfalls anwesend waren Landesleiterin Kathrin Haaser, Landesobmann Martin Zürcher und Landessekretär Magnus Gratl. "Wir wollen euch über die Jahresschwerpunkte auf Landesebene informieren und laden euch herzlich ein, uns zu unterstützen", erklärten die Vertreter der Landesebene. Sie stellten das Jahresprogramm vor, das neue Bildungsschwerpunkte ebenso enthielt wie ein Poker- und Watterturnier als neuen Wettbewerb. "Besonders wichtig wird der Schwerpunkt Landwirtschaft sein, wo wir alle Ortsgruppen zu einem Projektwettbewerb aufrufen. Für den Sieger warten immerhin 2.000 Euro Preisgeld", führte Martin Zürcher aus. Landesleiterin Kathrin Haaser stellte den zweiten Schwerpunkt vor: "Im Gedenkjahr ist uns das Brauchtum ein großes Anliegen. Wir laden euch daher zum gemeinsamen Fest mit der Südtiroler Bauernjugend in Südtirol, genauer im Passeiertal am 18. und 19. Juli 2009 ein. Im Herbst startet dann unser Weltrekordversuch im Fahnenschwingen. 500 Schwinger sollen den Eintrag ins Guiness Buch der Weltrekorde schaffen. Wir brauchen dazu eure Unterstützung".


Neues im Bezirk

Im Anschluss an die Vorstellung des Landesprogrammes stand jenes auf Bezirksebene auf der Tagesordnung. Die anwesenden Funktionäre hatten die Möglichkeit in drei Arbeitskreisen an den Bezirksschwerpunkten mitzuarbeiten. "Im Bereich Landwirtschaft ist unser Ziel eine ergänzende Aktion zum Landesprojekt. Eingebunden werden zum einen alle Volksschulen und gleichzeitig findet als Pilot in Breitenwang nach der Sonntagsmesse ein Bauernfrühstück mit regionalen Produkten statt", erklärte BO Markus Gerber. Bezirksleiterin Sabine Friedl arbeitete beim Arbeitskreis "Landjugendtag" mit. "Wir haben ein fixes Programm mit vielen Inhalten erstellt. Danke allen Gebieten, die uns so unterstützen. Jetzt müsst ihr nur dafür sorgen, dass die Besucher kommen", so Friedl. Der Leiter des Arbeitskreises "Neue Wettbewerbe" war Stellvertreter Richard Wörle. Gemeinsam mit seinen AK-Mitgliedern erarbeitete er einen Wettbewerb, der "über das ganze Jahr geht und jeweils einen Schwerpunkt in einem Gebiet hat". Wörle dazu: "Es sind vier attraktive Bewerbe. Jedes Gebiet ist zur Mitarbeit aufgefordert und gleichzeitig sollen die Ortsgruppen ihren Spaß am Mitmachen haben. Am Ende wird dann beim Landjugendtag der Bezirkssieger gekürt".


Rechtliche Fragen bei Veranstaltungen

Den Abschluss des Tages bildete der Vortrag "Rechtliche Fragen bei Veranstaltungen" von Landessekretär Magnus Gratl. "Ihr seid vor Ort. Ihr seid für eure Veranstaltungen und Mitglieder verantwortlich. Darum wollen wir euch informieren, denn ihr sollt bescheid wissen", meinte der Landessekretär. Auch bei diesem Punkt war das Interesse groß und die Diskussion rege. Somit darf man dem Bezirk Reutte zu einer gelungenen Frühjahrskonferenz gratulieren!

"Die Zukunft des ländlichen Raumes liegt in euren Händen"
11-03-09

Forum Land-Landesobmann Bgm. Dr. Sebastian Eder referierte bei der Landesvorstandssitzung der TJB/LJ









Im Rahmen der Sektionsvorstandssitzung sprach Forum Land-Landesobmann Sebastian Eder zu den Bezirksvertretern der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend. Er lobte, mahnte und bat zugleich.

"Die Jungbauernschaft/Landjugend ist mit uns eine verwandte Organisation. Gleich wie Forum Land seid auch ihr eine Sektion des Bauernbundes. Und gleich wie wir wollt ihr nicht nur alleine bäuerliche Interessen vertreten, sondern die Interessen des ländlichen Raumes", meinte Eder eingangs. Er führte aus, dass sich Forum Land vieles von der Jungbauernschaft abschauen könne. "Ihr habt den Schulterschluss in der Jugend schon geschafft. Eure Mitglieder kommen aus allen Gesellschaftsbereichen. Bei uns sind positive Schritte gesetzt und euer Beispiel zeigt uns, was möglich ist", so der Landesobmann.


Zusammenhalt im Land

Er mahnte aber auch den Zusammenhalt im ländlichen Raum ein. Denn man müsse, um für periphere Gebiete etwas zu erreichen "zusammenstehen und gemeinsam Interessen anbringen". Als Beispiel nannte er die verfehlte Politik bei der Post und die in diesem Zusammenhang geplanten Postamtsschließungen. "Das ist nur ein Beispiel für die Ausdünnung des ländlichen Raumes. Wenn wir uns dagegen nicht einsetzen, wer soll es dann tun?", meinte Eder.
Umso wichtiger sei es laut dem Forum Land-Vertreter "dass wir für die kommenden Gemeinderatswahlen vor allem auch junge Gemeinderäte gewinnen". In diesem Zusammenhang wird Forum Land gemeinsam mit der TJB/LJ ein eigenes Schulungsprogramm erstellen. "Wir setzen ganz früh an und helfen Interessierten bereits ab dem ersten Gedanken, sich für das Kommunalparlament zu bewerben", führte der Hochfilzener Bürgermeister aus.
"Wir sind uns der Verantwortung bewußt und nehmen das Angebot zur Zusammenarbeit gerne an", meinte Landesobmann Martin Zürcher abschließend.


Hinweis

Für Mitglieder der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend bzw. für alle Jugendlichen im Ländlichen Raum unter 30 Jahren gibt es die Möglichkeit, zum vergünstigten Tarif von 25 Euro Mitglied zu werden. Die Mitgliedschaft beinhaltet alle Einladungen zu Vorträgen und Info-Veranstaltungen von Forum Land, das Jahresabo der Bauernzeitung und die Zusendung des Bauernkalenders. Infos gibt es auf der Homepage von Forum Land oder unter der Telefonnummer 0512/59 900-43 bei Geschäftsführerin Christa Entstrasser.

Linktipp: www.tirol-forum-land.at

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