Veröffentlicht: Mittwoch, 9. Mai 2018

Alles dreht sich um den Maibaum

Desmoani von Landesobmann-Stellvertreter Roland Kuprian

Am 30. April ging es wieder los. In aller Früh machen sich einige Männer auf den Weg, um einen Baum zu fällen. Nicht irgendeinen Baum, sondern einen ganz bestimmten – den Maibaum. Nach einigen Vorarbeiten wird der Baum dann zum Dorfplatz transportiert. Mit festlich gebundenen Kränzen und Girlanden wird der Baum geschmückt, bevor er dann aufgestellt wird. Wo heute ein Kran zum Einsatz kommt und die Arbeit wesentlich ungefährlicher und leichter macht, benötigte es früher viel Muskelkraft. Jetzt, wo der prächtige Maibaum steht, muss er natürlich auch bis zum nächsten Tag bewacht werden. Die Maibaumwache und das Maibaumumschneiden gehören vielerorts zu diesem Brauchtum dazu und tragen einen wichtigen Teil zur Gemeinschaftspflege bei. Wenn der Baum heil und im Ganzen die Nacht überstanden hat, wird am nächsten Tag bei hoffentlich gutem Wetter ein schönes Maibaumfest gefeiert. Nun können die Sportlichen ihr Geschick unter Beweis stellen und den Baum erklimmen.

Vielerorts wird aus diesem beschaulichen Maibaumfest häufig eine große Veranstaltung mit Bauernmärkten usw. Aus Sicht eines „alten“ Jungbauernobmannes ist dieses Brauchtum unverzichtbar und im Jahresprogramm unseres Dorfes nicht mehr wegzudenken. Mich freut es, dass vielerorts dieses Brauchtum gelebt wird. An dieser Stelle ein herzlicher Dank an alle, die sich immer wieder die Mühe machen, einen Maibaum aufzustellen, und diesen Brauchtum lebendig halten!

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